Lukas Albert über die Arbeit bei TenneT

Auszubildender | Industriekaufmann | Bamberg

Welche theoretischen Ausbildungsinhalte haben Sie an der Berufsschule gelernt, und wie war der Unterricht aufgebaut?

Der Unterricht war anhand der Strukturierung von Lernfeldern über alle drei Klassenstufen aufgeteilt. Die Themen der Lernfelder wurden anschließend systematisch mit Arbeitsblättern, Gruppenarbeiten und selbst-ständigen Aufgaben erarbeitet. Große Themen während meiner Schulzeit waren u. a. die Beschaffung und Bevorratung in Industriebetrieben, Verkauf und Vertrieb der Produkte, Kalkulation von Kosten und Preisen sowie die Handhabung der Marketingkonzepte.

Wie war Ihre betriebliche Ausbildung bei TenneT gestaltet?

Die betriebliche Ausbildung bei TenneT gestaltete sich so, dass ich in bestimmen Abschnitten von zwei bis vier Monaten alle Abteilungen im Betriebszentrum Bamberg durchlaufen habe. Hierzu gehörten nicht nur die kaufmännischen Abteilungen wie der Einkauf, das Personal, sowie das Rechnungswesen und die Buchhal-tung sondern auch die technischen Abteilungen in den Bereichen Umspannwerke, Informationssysteme, Leitungen und dem Technischen Büro. Des Weiteren war ich auch fünf Monate in der Unternehmensleitung in Bayreuth eingesetzt. In dieser Zeit konnte ich meine betrieblichen Kenntnisse in den Bereichen der Per-sonalabrechnung und des Unternehmenscontrollings erweitern.

In welche Projektarbeiten waren Sie bei TenneT eingebunden?

Größere Aufgaben waren beispielsweise die visuelle Strukturierung der Mittelfristplanung vereinfacht darzu-stellen, oder auch die Planung des Einsatzzeitraumes eines Qualifikanten im Bereich Umspannwerke. Das Schreiben von Bestellungen und die Buchung von Rechnungen im Einkauf und in der Buchhaltung gehörten in den jeweiligen Abteilungen ebenfalls zu meinen Aufgaben.

Welche Angebote bietet TenneT außerhalb des normalen Ausbildungsplanes?

Wir als Azubis dürfen an vielen ausbildungsbegleitenden Projekten teilnehmen. Diese sind das Durchführen von Bewerbungstrainings in Schulen, das Planspiel Playbizz, welches die Aufgabe hat ein Unternehmen mit seinen Azubi-Kollegen gemeinsam zu führen, aber auch die Teilnahme an unseren Bewerbertagen und an Ausbildungsmessen durfte man zusätzlich genießen.

Was waren die "Highlights" Ihrer Ausbildungszeit?

Die Highlights meiner Ausbildung waren natürlich die Azubi-Fahrten nach Frankfurt und Berlin. Des Weiteren fand ich die beiden Prüfungsvorbereitungswochen sehr sinnvoll, zielführend und auch aus der Sicht "Team-building" sehr positiv. Die Goslar-Einführungswoche und das Goslar-Revival waren ebenfalls sehr schön, um auch einfach mal wieder seine Mit-Azubis von den anderen Standorten zu sehen.

Welche Voraussetzungen sollten Auszubildende in diesem Ausbildungsberuf mitbringen?

Man sollte sehr offen und kommunikativ sein, da nahezu alle Abteilungen eine rege Kommunikation unterei-nander pflegen. Ebenfalls eine wichtige Eigenschaft, die man mitbringen sollte, ist es flexibel reagieren zu könne, sei es im Arbeitsalltag, wenn mehrere Aufgabe gleichzeitig erledigt werden sollen, als auch in Bezug auf häufigere Dienstreisen oder Azubi-Projekte, die ebenfalls abgearbeitet werden müssen.

Wie ging es nach Ihrer Ausbildung für Sie weiter?

Ich bin jetzt im Bereich Netzführung in Bayreuth übernommen worden, und sitze dort auf meiner Stelle als Sachbearbeiter für Datenmanagement. Hier gehört die Visualisierung sowie Digitalisierung von Prozessbe-schreiben zu meinen Aufgaben. Außerdem bin ich mit den täglichen "Ad Hoc-Meldungen" an die Bundes-netzagentur (BNetzA) sowie mit den Aktualisierungen der Stammdatenlisten betraut.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bietet TenneT für ehemalige Auszubildende an?

Weiterbildungen im Bereich Microsoft Office, Sprachkurse in Englisch aber auch Weiterbildungen im Fach-bereich, in dem man nach der Ausbildung übernommen worden ist.

Ein abschließendes Statement...?

Abschließend kann man nur sagen, das TenneT eine fundierte, bestens strukturierte und auf das anschlie-ßende Arbeitsleben vorbereitende Ausbildung bietet. Bei TenneT wird man nicht als einfacher Azubi gese-hen, sondern nahezu als vollwertiges Arbeitsmitglied in der Gemeinschaft. Man wird stets kollegial und freundlich aufgenommen und jederzeit gut betreut. Auch das Übernehmen anspruchsvollerer Aufgaben wird an Azubis herangetragen, was von großem Vertrauen in jeden Einzelnen spricht. In dieser Ausbildung lernt man sehr viel, erlebt Dinge, die einem Azubi sonst nicht so einfach geboten werden und kann sich durch das Durchlaufen vieler unterschiedlicher Abteilungen ein kleines Firmennetz knüpfen, welches nach der Über-nahme durchaus von Vorteil sein kann. Bei TenneT besteht die beste Möglichkeit sich fachlich, schulisch aber auch individuell persönlich weiterzuentwickeln.