Dominik Engel über die Arbeit bei TenneT

Auszubildender | Elektroniker für Betriebstechnik | Lehrte

Welche theoretischen Ausbildungsinhalte haben Sie an der Berufsschule gelernt, und wie war der Unterricht aufgebaut?

Der schulische Teil der Ausbildung wurde an der BBS | me in Hannover in "Blockform" durchgeführt. In den drei Jahren der Ausbildung wurden insgesamt 15 Lernfelder unterrichtet, unter anderem Drehstromtechnik, Steuerungstechnik und Leistungselektronik. Jedes Lernfeld wurde von einer bestimmten Lehrkraft unterrichtet. Der Unterricht wurde so gestaltet, dass man alleine oder in kleinen Gruppen die Lösung für bestimmte Aufgaben ausarbeitet musste. Ziel ist es das selbstständige Arbeiten und das Arbeiten im Team zu fördern.

Wie war Ihre betriebliche Ausbildung bei TenneT gestaltet?

Vor Ausbildungsbeginn sind alle neuen TenneT-Azubis zu einem Einführungsseminar nach Goslar eingeladen worden. Hier hatten wir die Gelegenheit uns kennen zu lernen. Durch bestimmte Übungen wurde die Teamfähigkeit gestärkt. Die ersten Tage der Ausbildung verbrachten wir in der Werkstatt und lernten die Grundlagen der Metall- und Elektrotechnik. Nach Erlernen der Grundlagen bekamen wir von unseren Aus-bildern Aufgabenstellungen genannt, die wir entweder allein oder in kleinen Gruppen selbstständig ausführen mussten. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr machten wir Praxiseinsätze in den Umspannwerken der verschiedenen Servicegruppen. Durch diese Einsätze und die verschiedenen Tätigkeiten bekamen wir gute Einblicke in die richtige Arbeitswelt.

In welche Projektarbeiten waren Sie bei TenneT eingebunden?

Eine Projektarbeit während meiner Ausbildung war das Erarbeiten einer Kompressorsteuerung für das Um-spannwerk Conneforde. Das Projekt bearbeitete ich zusammen mit einem weiteren Auszubildenden. Wir durften den Steuerungskasten in der Werkstatt herstellen und diesen dann vor Ort, im Umspannwerk Conneforde, montieren und anschließen. Des Weiteren war ich an den Projekten für Zwischenwandlerkästen sowie das Warten von Transformatoren beteiligt.

Welche Angebote bietet TenneT außerhalb des normalen Ausbildungsplanes?

Neben der Einführungswoche in Goslar gibt es im zweiten Ausbildungsjahr ein "Goslar-Revival". Hier treffen sich wieder alle Auszubildenden, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Zusätzlich erhält man Infor-mationen über berufliche Möglichkeiten nach der Ausbildung. Während meiner Ausbildung habe ich an drei Azubi-Fahrten teilgenommen. Ich war in Leipzig, Frankfurt und Berlin. Es nehmen alle Auszubildenden von TenneT teil. Hierbei gibt TenneT den Auszubildenden die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Die Programmgestaltung ist abwechslungsreich und hat sehr viel Spaß gemacht. Wir tech-nischen Auszubildenden hatten zusätzlich noch externe Seminare für die Bereiche Informationstechnik, Pneumatik, Brandschulung, Wirtschaft- und Arbeitssicherheit.

Was waren die "Highlights" Ihrer Ausbildungszeit?

Mein Highlight war das Projekt der Kompressorsteuerung. Dabei konnten wir unser erlerntes Wissen das erste Mal anwenden. Vor dem Hintergrund, dass die Steuerung längerfristig im Betrieb ist, ist man umso stolzer darauf. Auch die Fahrten nach Goslar und die Azubi-Fahrten waren immer ein Highlight.

Welche Voraussetzungen sollten Auszubildende in diesem Ausbildungsberuf mitbringen?

Die Voraussetzung ist das Interesse an der Elektrotechnik. Zusätzlich spielen die Teamfähigkeit und die Flexibilität eine grundlegende Rolle.

Wie ging es nach Ihrer Ausbildung für Sie weiter?

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung bekam ich eine befristete Stelle in meiner Wunsch-Servicegruppe. Seit Februar 2016 nehme ich an einer internen Weiterbildung zum Netzwerker teil. Mein Vertrag wurde dadurch vorläufig zunächst auf vier Jahre verlängert.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bietet TenneT für ehemalige Auszubildende an?

TenneT bietet eine interne Weiterbildung "Qualifizierungsprogramm zum Netzwerker" an. Die Weiterbildung dauert ein Jahr. In diesem Jahr bekommt man neue und intensivere Einblicke in die verschiedenen Bereiche des Unternehmens. Außerdem werden zukünftige Tätigkeiten geschult. In dem Qualifikationskurs werden zwei Fachberichte sowie eine dazugehörige Präsentation und eine Abschlussprüfung gefordert. Die Weiter-bildung ermöglicht eine Steigerung des Einkommens. TenneT bietet auch finanzielle Unterstützung beim Besuch einer Meister- oder Technikerschule.

Ein abschließendes Statement...?

Rückblickend war die Entscheidung, die Ausbildung bei TenneT zu absolvieren, die richtige. Ich fühle mich in diesem Unternehmen sehr wohl. Die Ausbildung wird sehr abwechslungsreich gestaltet und die Auszubildenden werden hier sehr geschätzt. Ich kann jedem, der Interesse an der Elektrotechnik hat, empfehlen diesen Weg einzuschlagen.