Christopher Dürr über die Arbeit bei TenneT

Auszubildender | Elektroniker für Betriebstechnik | Bayreuth

Welche theoretischen Ausbildungsinhalte haben Sie an der Berufsschule gelernt, und wie war derUnterricht aufgebaut?

Der Berufsschulunterricht war als Blockunterricht aufgebaut und fand ca. einmal im Monat statt. Dieser wurde im fachlichen Bereich von zwei Lehrkräften gehalten, die ihren Unterricht aufeinander abstimmten. Man lernte verschiedene Bereiche der Elektrotechnik kennen, wie z. B. das Ohmsche Gesetz, den Gleichstrom, Wechselstrom, Drehstrom, Bauteile und deren Verhalten und das Programmieren eines Automatisierungsgerätes. Diese theoretischen Kenntnisse konnten in der Praxis umgesetzt werden.

Wie war Ihre betriebliche Ausbildung bei TenneT gestaltet?

Die Ausbildung startet mit der Einführungswoche in Goslar, in der man alle Auszubildenden von TenneT aus Deutschland kennenlernt. Dort wird durch diverse Übungen die Teamfähigkeit der Auszubildenden geschult, man lernt das Unternehmen kennen und sich zu präsentieren. Im ersten Lehrjahr hat man einen Metallkurs, in dem das handwerkliche Geschick und die Metallbearbeitung geschult werden. Danach wird man langsam durch Grundschaltungen an die Elektrotechnik herangeführt. Im zweiten Lehrjahr wird man mit sogenannten Schützschaltungen vertraut gemacht und lernt das Programmieren einer SPS. Auf die Abschlussprüfung Teil 1 wird man sowohl theoretisch als auch praktisch sehr gut vorbereitet. Nach der Prüfung ist man sehr viel in den Abteilungen eingesetzt, wodurch man die Tätigkeiten und Kollegen der Abteilung kennenlernt, sowie praktische Erfahrungen im Betrieb sammeln kann.

In welche Projektarbeiten waren Sie bei TenneT eingebunden?

Ich durfte bei dem Bau eines Prüfkoffers für den Eigenbedarf eines Umspannwerks mitwirken. Es fing mit der Planung an, worauf das Auswählen und Bestellen der Betriebsmittel folgte, das Installieren der Betriebsmittel und das Prüfen des Koffers. Es war sehr spannend, da man Verantwortung übernehmen musste, sein Können unter Beweis stellen konnte und von Anfang bis Ende in das Projekt eingebunden war.

Welche Angebote bietet TenneT außerhalb des normalen Ausbildungsplanes?

Es gibt die Einführungswoche in Goslar und das "Goslar-Revival" gegen Ende des zweiten Lehrjahrs, bei dem man seine bisherigen Erfahrungen und Zukunftspläne mit den anderen Auszubildenden und den Ausbildern teilt. Zusätzlich gibt es jedes Jahr einmal eine Azubi-Fahrt, auf der man mit allen Auszubildenden von TenneT ein paar Tage verbringt. Man besichtigt dabei z. B. Kraftwerke, Umspannwerke, einen Kohletagebau und andere für die Energiewirtschaft relevante Einrichtungen. Die Abende ließ man mit den Kollegen bei einem Abendessen gemütlich ausklingen.Was waren die "Highlights" Ihrer Ausbildungszeit?Das Azubi-Projekt, die Goslar-Wochen und die jährliche Azubi-Fahrt, da man dort die Auszubildenden der anderen Standorte sah und sich mit ihnen austauschen konnte.

Welche Voraussetzungen sollten Auszubildende in diesem Ausbildungsberuf mitbringen?

Mindestens einen guten Hauptschulabschluss, technisches Interesse, Selbstständigkeit, Flexibilität und Teamfähigkeit.

Wie ging es nach Ihrer Ausbildung für Sie weiter?

Ich habe meine Ausbildung Anfang Februar erfolgreich abgeschlossen und durchlaufe im Moment das betriebsinterne Qualifizierungsprogramm zum Netzwerker im Bereich Umspannwerke in der Servicegruppe Nord.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bietet TenneT für ehemalige Auszubildende an?

Wie bereits erwähnt, gibt es nach der Ausbildung das Qualifizierungsprogramm zum Netzwerker, bei dem man diverse Seminare durchläuft, zwei Fachberichte schreiben und präsentieren muss und auf seine Arbeit als Servicegruppenmitarbeiter vorbereitet wird. Durch diese Maßnahme kann man sein Wissen vertiefen, erhält einen unbefristeten Arbeitsvertrag, und es ist möglich finanziell aufzusteigen.

Ein abschließendes Statement...?

Die Ausbildung bei TenneT war ein voller Erfolg. Ich habe mich sowohl persönlich, als auch fachlich positiv weiterentwickelt. Das Betriebsklima ist sehr positiv und sozial. Ich kann die Ausbildung bei TenneT nur empfehlen.