David Stemmer

(Auszubildender am Standort Pfaffenhofen an der Ilm,
 Ausbildungsende Januar 2024)

Welche theoretischen Ausbildungsinhalte hast du an der Berufsschule gelernt, und wie war der
Unterricht aufgebaut?

Im ersten Lehrjahr werden hauptsächlich elektrotechnische Grundkenntnisse gelehrt. Auf dieses Wissen wird dann Jahr für Jahr aufgebaut, sodass man am Ende der Ausbildung über viele technische Details der Fachgebiete, wie Hausinstallation, Steuer- bzw. Regelungstechnik und System- und Gerätetechnik Bescheid weiß. Zudem werden noch allgemeine Fächer, wie Politik und Gesellschaft, Deutsch, Englisch und Religion vermittelt. Diese Fächer haben allerdings alle einen fachbezogenen Touch auf die Elektrotechnik.
 

Wie war deine betriebliche Ausbildung bei TenneT gestaltet?

Die Ausbildung setzte sich aus drei verschiedenen Sockeln zusammen. Die Berufsschule, in welcher wir alle theoretischen Kenntnisse erlernen durften. Die Partnerfirma, bei welcher wir viele Kurse, wie zum Beispiel Mess- und Lötkurs erhielten, um die praktischen Fähigkeiten zu erproben. Und die TenneT selbst. Hier erlernten wir alle Details über die Technik und Bauteile von Umspannwerken und Freileitungen.
 

In welche Projektarbeiten warst du bei TenneT eingebunden?

In der Ausbildung durfte ich in den verschiedenen Abteilungen die Kollegen im Service unterstützten. Hierzu gehörten zum Beispiel Funktionskontrollen an Primärgeräten oder Inbetriebsetzungsprüfungen in Sekundärschränken.
 

Welche Angebote bietet TenneT außerhalb des normalen Ausbildungsplanes?

Die ersten Tage der Ausbildung verbrachten wir in einem Bildungshaus in Goslar. Hier lernten wir alle kaufmännischen und technischen Auszubildenden und Studenten kennen, welche auch im selben Jahr ihre Ausbildung begonnen haben. Dieses Treffen wurde zwei Jahre später wiederholt, um die Möglichkeit zu bieten, bisherige Erfahrungen auszutauschen. Zudem findet jedes Jahr eine Azubi-Fahrt statt. Hier wird das Mitein-
ander unter den Auszubildenden gestärkt.
 

Was waren die "Highlights" deiner Ausbildungszeit?

Ein Highlight war die Besichtigung des rotierenden Phasenschiebers im Umspannwerk Bergrheinfeld West. Hier erfuhren wir verschiedenste Details über eine absolute Sondertechnik im TenneT-Netz.
 

Welche Voraussetzungen sollten Auszubildende in deinem speziellen Ausbildungsberuf mitbringen?

Technisches Interesse und Verständnis, Flexibilität und Mobilität. Spaß an Mathe und Physik.
 

Wie ging es nach deiner Ausbildung für dich weiter?

Ich bin als Facharbeiter in der Automatisierungstechnik eingesetzt. Hier erneuern, erweitern und prüfen wir sekundärtechnische Systeme der Schutz- und Leittechnik.
 

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bietet TenneT für ehemalige Auszubildende an?

Nach der Ausbildung werden die üblichen Weiterbildungsmöglichkeiten, wie Techniker und Meister bezuschusst und gefördert.
 

Ein abschließendes Statement...?

Die Ausbildung bei TenneT ist in jedem Fall abwechslungsreich und interessant. Die Sondertechnik in den Umspannwerken ist nicht mit üblicher Elektrotechnik zu vergleichen. Bei der TenneT hat man die Möglichkeit, die allgemeine Elektrotechnik zu erlernen und zu verstehen, zudem aber auch noch die besondere Umspannwerkstechnik.


Publicatie datum: 03-05-2024