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    Energiewende

Ernest Tchagou

Ingenieur Netzplanung bei TenneT

Leitmotiv: Verantwortung

„Verantwortung heißt, Entscheidungen zu treffen“

Ernest Tchagou ist Ingenieur für Netzplanung bei TenneT. Als Systemanalytiker sorgt er dafür, dass das Netz stabil bleibt – egal was passiert.

Meine Aufgabe ist die Analyse des Betriebszustands unseres Netzes. Für jeden Netzzustand gilt es, Stabilität zu gewährleisten. Dazu setzen wir Berechnungsprogramme ein, die dynamische Untersuchungen ermöglichen. Wir prüfen, wie sich ein Bauvorhaben im Netz auf dessen Stabilität auswirkt. Wie verhält es sich beispielsweise bei Kurzschlüssen?

Dazu muss man Datensätze erstellen und dynamische Komponenten modellieren. Reglungssysteme oder Windenergiemodelle müssen so parametriert werden, dass sie der Realität entsprechen. Daraus leiten wir ab, was getan werden muss, um alle Risiken zu vermeiden, die im Netz auftreten könnten. Letztendlich geht es darum zu verhindern, dass Menschen im Dunkeln sitzen.

Was diese Tätigkeit besonders und interessant macht: Wir stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen, wie etwa durch die Einspeisung erneuerbarer Energien. Kein Fall gleicht dem anderen und alle Situationen müssen gemeistert werden. Die Folgen einer bestimmten Situation im Gesamtnetz zu evaluieren, ist schon ein ganz spezieller Anspruch.

Arbeiten bei TenneT ist international, wir arbeiten mit vielen weiteren Netzbetreibern zusammen, was sehr interessant ist. Wir haben ein niederländisches Mutterunternehmen, zu den Kollegen dort pflegen wir ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Grundsätzlich gilt: Auch die Arbeit des Kollegen nebenan ist wichtig, manchmal hat sein aktuelles Problem Priorität. Das führt insgesamt zu einem sehr schönen Miteinander. Jeden Tag freue ich mich darauf, nicht nur zur Arbeit zu kommen, sondern hier auch Freunde zu treffen.Die Arbeit ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Man bekommt auch den Freiraum, seine Arbeit eigenverantwortlich zu gestalten.

Verantwortung zu übernehmen heißt, in der Lage zu sein, in bestimmten Situationen Entscheidungen zu treffen. Wenn ich beispielsweise für ein bestimmtes Netzbauvorhaben Berechnungen anstelle, müssen die Ergebnisse stimmen, man muss ihnen vertrauen können. Wenn ich eine Gefahr sehe, erwartet mein Chef von mir Maßnahmen zur Vermeidung dieses Risikos zu entwickeln. So verstehe ich meinen Job als Systemanalytiker.

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