Sarah Johnson über die Arbeit bei TenneT

Auszubildende | Kaufmann/-frau für Büromanagement | Lehrte

Welche theoretischen Ausbildungsinhalte haben Sie an der Berufsschule gelernt, und wie war der Unterricht aufgebaut?

Während meiner Ausbildung nahm ich an dem Blockunterricht in Hildesheim teil. Dies bedeutete, dass ich zweimal im Jahr sechs Wochen Berufsschule am Stück hatte. Der Unterricht war in Lernfelder unterteilt, die pro Jahr wechselten. Natürlich gab es auch Hauptfächer wie Deutsch, Englisch und Politik, die dauerhaft unterrichtet worden sind. Die Lernfelder hingegen bezogen sich auf kaufmännische Tätigkeiten. Hier wurden Inhalte zu Kosten- und Leistungsrechnung, Finanzbuchhaltung, Marketing und Personalwirtschaft vermittelt. Hinsichtlich der ersten Teilprüfung wurden in den ersten eineinhalb Jahren noch die Kenntnisse in den MS-Office Programmen Word und Excel ausgebaut.

Wie war Ihre betriebliche Ausbildung bei TenneT gestaltet?

Neben der Schule waren wir natürlich auch im Betrieb eingesetzt. Um einen Überblick über das Unternehmen und die betrieblichen Abläufe zu bekommen, wurden wir in den verschiedensten Abteilungen eingesetzt. Darunter fielen beispielsweise der Personalbereich, verschiedene Sekretariate, das Controlling und der Betriebsrat. Dadurch, dass man durchschnittlich sechs Wochen in den Abteilungen eingesetzt war, konnte man Schnittstellen und Verknüpfungen auch zwischen den Abteilungen erkennen und herleiten.

In welche Projektarbeiten waren Sie bei TenneT eingebunden?

Wir waren nicht nur unterstützend in den Abteilungen tätig, sondern wir hatten auch eigene Projekte, die wir begleitet haben. Durch Kooperationen mit Schulen, wie der IGS Lehrte, waren wir verantwortlich für Bewer-bungstrainings und Wirtschaftsplanspiele. Im Vordergrund stand für mich immer die Koordination der Projekte - ich war zuständig für die Terminierungen mit den Lehrern und Mitauszubildenden, aber auch für die Aktualisierung der Präsentationen und der Materialien, sowie der Einführung für neue Mitauszubildende.

Welche Angebote bietet TenneT außerhalb des normalen Ausbildungsplanes?

Meine Ausbildungszeit begann bei TenneT mit der Einführungswoche in Goslar. In dieser Woche lernte man alle neuen Auszubildenden, sowohl technische als auch kaufmännische, aus allen Standorten kennen. Dies nahm definitiv die erste Hürde, da man anfangs doch eher schüchtern und zurückhaltend ist. Im Laufe der Ausbildung gab es dann noch das "Goslar-Revival". Alle Azubis trafen sich erneut und tauschten sich über die Entwicklung und neuen Erfahrungen aus. Zusätzlich wurden die Stärken und Schwächen analysiert und Tipps für die Zukunft in Hinsicht auf Bewerbungen und Vorstellungsgespräche gegeben. Während der Aus-bildungszeit haben wir zusätzlich an regelmäßigen Azubi-Besprechungen teilgenommen, bei denen wir unsere Präsentationstechniken verbessert und uns über verschiedene Themen ausgetauscht haben. Als eine kleine Abwechslung zum Alltag besuchten wir das BMW-Werk in Leipzig, um auch produzierende Unternehmen kennen zu lernen.

Was waren die "Highlights" Ihrer Ausbildungszeit?

Eines meiner Highlights war auf jeden Fall das Auswahlverfahren der neuen Auszubildenden. Wir durften nämlich an den sogenannten "Bewerbertagen" teilnehmen, die wir selbst ein Jahr zuvor durchlaufen hatten. Sprich: Wir hatten die Möglichkeit aus Sicht eines "Personalers" die neuen Auszubildenden mit auszuwählen. Ein weiteres Highlight, bzw. eine Sache, die mich während der ganzen Ausbildungszeit begleitet hat, war das Kennenlernen von unglaublich netten Kollegen und Mitauszubildenden. Meine Ausbilderin und meine Ausbildungsbeauftragten haben sich immer sehr viel Zeit genommen, um uns die verschiedensten Themen näher zu bringen und uns alle Fragen ausführlich zu beantworten. Durch den offenen Umgang miteinander hatte ich mich schnell an die neuen Abteilungen bzw. Situationen gewöhnt.

Welche Voraussetzungen sollten Auszubildende in diesem Ausbildungsberuf mitbringen?

Für die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement sollte man ein kleines Organisationstalent sein. Wäh-rend der Ausbildung muss man unglaublich viele Besprechungen organisieren und den Überblick über Auf-gaben bewahren können. Außerdem ist es hilfreich, wenn man offen gegenüber Kollegen und neuen Aufga-ben ist. Als Kauffrau für Büromanagement ist man für viele Mitarbeiter die erste Anlaufstelle. Natürlich sollte man auch Spaß an der Textverarbeitung haben, da man für die Geschäftskorrespondenz mitverantwortlich ist.

Wie ging es nach Ihrer Ausbildung für Sie weiter?

Nach meiner Ausbildung wurde ich als Projektassistenz für ein EU-Projekt übernommen. Diese Stelle habe ich als besonders herausfordernd gesehen, und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit be-kommen hatte, mich in einem Vorstellungsgespräch zu beweisen. Durch diese Stelle kann ich besonders auf internationaler Ebene viele Kontakte knüpfen und natürlich auch mein Englisch verbessern. Hierzu nehme ich auch an wöchentlichen Unterrichtseinheiten teil, um selbstsicherer im Sprechen und Schreiben zu werden.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bietet TenneT für ehemalige Auszubildende an?

Wie ich bereits erwähnte, haben die auslernenden Auszubildenden eine wirklich gute Chance im Unternehmen Fuß zu fassen und sich weiterzubilden. Neben Englischunterricht besteht die Möglichkeit an verschiedenen Seminaren teilzunehmen, die die Fähigkeiten einer Assistenz vertiefen oder die das eigene, selbstsichere Auftreten verstärken. Eine weitere Möglichkeit ist es natürlich auch sich über die IHK beispielsweise als Fachwirt/in prüfen zu lassen.

Ein abschließendes Statement...?

Abschließend kann ich nur sagen, dass die 2 ½ Jahre unheimlich schnell vergangen sind. Es war eine lehr-reiche und tolle Zeit mit super Menschen!